Wildtierzählung in Kenia

Die Wildtierzählung, die 58 Nationalparks und Reservate des Landes, sowohl private als auch staatliche Naturschutzgebiete umfasst, soll bis Ende Juli 2021 abgeschlossen sein. Es wird 250 Millionen Kenia-Schillinge, umgerechnet gut 2 Millionen Euro, kosten und eine Zählung von Land- und Meeressäugetieren, aber auch wichtigen Vögeln wie Strauße und Trappen, umfassen. Im Fokus stehen vom Aussterben bedrohte Tierarten.

Allerlei Technik wird eingesetzt, wie Flugzeuge, Hubschrauber, Boote und Geländewagen. Hunderte von Kamerafallen und Satellitenhalsbändern dienen zur Unterstützung. Sogar Dung wird untersucht.

Ziel der Zählung ist es, den Zustand und die Verteilung der Wildtiere zu ermitteln. Der kenianische Tourismus-Minister Najib Balala gab an, die Zählung solle helfen, neue Strategien für den Artenschutz zu entwickeln. Während sich das Land intensiv um den Schutz gefährdeter Elefanten und Nashörner gekümmert hat, wurden andere seltene und bedrohte Arten kaum überwacht. Gerade bei seltenen Antilopenarten, darunter Zobel, Situtanga, Hirola und Bergbongo, seien die Anzahl in den letzten 3 Jahrzehnten deutlich zurückgegangen, sagt die Regierung.

Viele Schutzgebiete sind mit Herausforderungen in Bezug auf Landbesitz, Dürre und Klimakrise, konfrontiert. Balala fügte hinzu, dass es wichtig sei, zu wissen, ob ein bestimmtes Gebiet die Aufnahmekapazität für bestimmte Tiere erreicht hat und welche Auswirkungen der Klimawandel und die Zunahme der menschlichen Bevölkerung auf den Artenschutz haben.

Die Ergebnisse der Zählung werden im August 2021 erwartet.