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Suaheli Sprache: Lernen Sie nützliche Vokabeln für Ihre Kenia Reise

Wenn Sie als Urlauber nach Kenia reisen und Sie sich mit der Sprache Suaheli (Swahili) vertraut machen möchten, gibt es einige grundlegende Wörter und Sätze, die Ihnen helfen können, sich zurechtzufinden und einen positiven Eindruck bei den Einheimischen zu hinterlassen.

Im Kiswahili gibt es keine Höflichkeitsform bei der Anrede in der zweiten Person Singular.

  • Ja. – Ndi(y)o.
  • Nein. – Hapana.
  • Wie geht es Dir? – Habari yako?
  • Wie geht es Euch? – Habari yenu?
  • Gut. – Nzuri (tu).
  • Alles klar? – Mambo?
  • Alles cool. – Poa tu.
  • Wie geht es Ihnen? – Shikamoo? (Höfliche Anrede für eine ältere Person oder eine Person mit einem höheren gesellschaftlichen Status.)
  • Gut. – Marahaba. (Antwort auf die höfliche Anrede.)
  • Mir geht es gut. – Nzuri / Salama
  • Gern geschehen. / Bitte. – Karibu (Singular) / Karibuni (Plural).
  • Bitte. – Tafadhali (Singular) / Tafadhalini (Plural)
  • Danke (sehr). – Asante (sana) (Singular) / Asanteni (sana) (Plural).
  • Bis später. / Tschüss. – Baadaye.
  • Auf Wiedersehen. – Kwaheri (Singular) / Kwaherini (Plural)
  • Entschuldigung. – Samahani
  • Hallo. – Jambo / Habari
  • Guten Morgen. – Habari ya asubuhi
  • Guten Abend. – Habari ya jioni

Wie ich sage, wer ich bin und was ich mache

  • Ich bin … – Mimi ni…
  • Student – mwanafunzi
  • Tourist – mtalii
  • Geschäftsmann – mfanyabiashara
  • Lehrer – mwalimu
  • Wie heißt Du/heißen Sie? – Jina lako nani?
  • Ich heiße … – Mimi ninaitwa … / Jina langu ni…
  • Ich bin … Jahre alt. – Mimi nina umri wa miaka …
  • Ich habe … – Mimi …
  • eine/zwei … Schwester – nina dada mmoja/wawili …
  • einen Bruder – nina kaka mmoja/wawili …
  • keine Geschwister – sina kaka wala dada.

Woher ich komme

  • Ich komme aus … – Ninatoka …
  • Deutschland – Ujerumani
  • der Schweiz – Uswisi
  • Österreich – Austria

Nach dem Preis fragen

  • Was kostet … – … ni bei gabi?
  • die Banane – Ndizi
  • das Zimmer für eine Nacht – chumba kwa usiku mmoja
  • die Fahrt/Flug – safari
  • das Essen – chakula
  • Die Rechnung bitte. – (Ninaomba) risiti tafadhali. / Ningependa kulipa.

Im Restaurant etwas bestellen

  • Ich hätte gerne … – Ningependa …
  • Wasser – Maji
  • Essen – Chakula
  • Ist dieses Gericht scharf? – Hiki chakula ni kali?

Öffentliche Verkehrsmittel und wichtige Fragen

  • Wo ist …? – Wapi …?
  • Können Sie mir helfen? – Unaweza kunisaidia?
  • Sprechen Sie Englisch? – Unaongea Kiingereza?
  • Bus: Basi
  • Taxi: Teksi
  • Zug: Treni
  • Flughafen: Uwanja wa ndege

Weitere nützliche Sätze

  • Ich verstehe nicht. – Sielewi
  • Ich spreche nur ein wenig Suaheli. – Naongea Kiswahili kidogo tu
  • Wo ist das Badezimmer? – Choo kiko wapi?
  • Ich suche die Toilette. – Ninatafuta msaalani.
  • Hilfe! – Nisaidie!
  • Ok. – Sawa.
  • Schlaf gut! – Lala fofofo!
  • Gute Nacht! – Usiku mwema.
  • Ich liebe/mag dich. – Ninakupenda.
  • Ich bin verheiratet. – Nimeshaolewa (für Frauen). Nimeshaoa (für Männer).

Beliebte Zitate und Sprichwörter in Kenia und Ostafrika

  • Ein Mensch ist auf seine Mitmenschen angewiesen. – Mtu ni watu. (Das Sprichwort spiegelt die Idee des Kollektivismus und der Bantu-Philosophie wieder; beides Ideen, die fest in den afrikanischen Gesellschaften verankert sind.)
  • Ein Schritt nach dem anderen. – Haba na haba hujaza kibaba.
  • Zu viele Köche verderben den Brei. – Wapishi wengi huharibu mchuzi.
  • Einheit ist Stärke, Getrenntsein ist Schwäche. – Umoja ni nguvu, utengano ni udhaifu.
  • Blut ist dicker als Wasser. – Damu ni nzito kuliko maji.
  • Wie du das Kind erziehst, so wächst es auch auf. – Mtoto umleavyo ndivyo akuavyo.
  • Nach dem Sturm kommt Sonnenschein. – Baada ya dhiki faraja.
  • Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen. – Ahadi ni deni.
  • Wer nicht fragt, bleibt der dumm. – Kuuliza si ujinga.
  • Wo ein Wille, da ein Weg. – Penye nia pana njia.

Es ist auch hilfreich, ein kleines Wörterbuch oder eine Sprach-App dabei zu haben, um weitere Wörter und Sätze nachschlagen zu können. Die Einheimischen schätzen es in der Regel sehr, wenn Besucher versuchen, ihre Sprache zu sprechen, und sind oft geduldig und hilfsbereit.

 

Was Sie über Suaheli wissen sollten

Grundlegendes

Im Kiswahili (Swahili) werden Nomen in verschiedene Klassen eingeteilt, die durch Präfixe gekennzeichnet sind. Davon gibt es im KiSwahili fünfzehn Stück.

  1. Klass 1: m- / wa- Beispiele: mtu (Person), watu (Personen)
  2. Klass 2: mi- / wa- Beispiele: mlango (Tür), milango (Türen)
  3. Klass 3: m- / mi- Beispiele: mti (Baum), miti (Bäume)
  4. Klass 4: mi- / mi- Beispiele: kitu (Ding), vitu (Dinge)
  5. Klass 5: ji- / ma- Beispiele: jiji (Stadt), majiji (Städte)
  6. Klass 6: ji- / ma- Beispiele: kitabu (Buch), vitabu (Bücher)
  7. Klass 7: ki- / vi- Beispiele: kitu (Ding), vitu (Dinge)
  8. Klass 8: ku- / ka- Beispiele: kuta (Wände), kuta (Wand)
  9. Klass 9: n- / n- Beispiele: ndizi (Banane), ndizi (Bananen)
  10. Klass 10: n- / n- Beispiele: nyumba (Haus), nyumba (Häuser)
  11. Klass 11: mu- / mi- Beispiele: mnyoo (Wurm), minyoo (Würmer)
  12. Klass 12: tu- Beispiele: tunda (Frucht), matunda (Früchte)
  13. Klass 13: ki- Beispiele: kitu (Ding), vitu (Dinge)
  14. Klass 14: pa- Beispiele: penye (Ort), penye (Orte)
  15. Klass 15: ku- Beispiele: kule (dort), huko (dort)

 

Swahili lernen: Klassensystem, arabische Einflüsse und eine freundliche Kultur erleichtern den Einstieg

Jede Klasse hat spezifische Präfixe und zeigt unterschiedliche Kategorien von Nomen, wie Personen, Dinge, Orte und mehr. Insgesamt ist das Erlernen der Sprache durch die vielen Einflüsse des Arabischen (knapp 30 % der Vokabeln des Kiswahili stammen aus dem Arabischen), Deutschen und Englischen relativ einfach. Darüber hinaus ist die Sprache als solches recht simpel – beispielsweise gibt es keine Artikel für die Nomen – und es gibt nur sehr wenige grammatikalische Ausnahmeregelungen.

Da es sich um eine Klassensprache handelt, werden bestimmte Wortgruppen oder semantische Felder, wie etwa jegliche Art von Lebewesen, in einer Klasse zusammengefasst. Diese haben ein entsprechendes Präfix, nach dem die Verben und Adjektive angepasst werden müssen. Das heißt auch, dass das Verb als Informationsträger der Person, Zeit, Kasus und etwa auch als Adjektiv und Passiv fungiert. Kiswahili ist also eine agglutinierende Sprache; es werden „Informationen an den Grundstamm des Verbs angeklebt“.

Zugute kommt Ihnen außerdem, dass die Kultur der Swahili-Sprecher eine Willkommenskultur ist. Swahili-Sprechende werden gerne mit Ihnen kommunizieren und Ihnen viele Vokabeln beibringen. Lassen Sie sich auf viele Gespräche ein, dann werden Sie eine Menge Vokabeln lernen. Sie werden es Ihnen auch nachsehen, wenn Sie Fehler machen.

Da es sich bei Swahili um eine Bantusprache handelt, werden Sie sich beim Swahili lernen leichter tun, wenn Sie bereits isiXhosa, Zulu, Shona oder Chichewa sprechen.

Grammatik

Charakteristisch für alle Bantu-Sprachen ist deren Aufteilung der Nomen in bestimmte Nominalklassen. So befindet sich etwa das Wort “Kind” in einer anderen Klasse als das Wort “Messer”. Das eine ist ein Lebewesen und wird daher in die Klasse 1/2 oder M/WA eingeordnet, wohingegen das Messer ein Gegenstand ist und somit wie alle anderen Gegenstände in die Klasse 7/8 oder Ki/Vi eingeordnet wird.

Die Nominalklasse ist auch wichtig für die Bildung der Verben und Adjektive, da diese konkordieren. Das heißt, dass das Präfix des Nomens auch das Präfix des Verbs  bestimmt. Somit ändert sich der Anfang des Verbes immer entsprechend dem Nomen.

Das Verb setzt sich immer aus einem Stamm zusammen, an das vorne die Person oder das korrespondierende Klassenpräfix angeklebt wird. Zwischen Person und Stamm wird ein Zeitmarker eingefügt. Dieser signalisiert, ob das Verb im Präsens, Präteritum oder Futur steht.

Das Passiv oder andere Formen wie etwa der Applikativ oder auch die Form des Kausativs werden durch die Veränderung des Verb-Endes sichtbar gemacht.

Dem Verbstamm geht in seiner Grundform, im Infinitiv, immer ein ku- voraus. Insgesamt gibt es sieben monosyllabische Verben, bei denen der Stamm ku- in den einfachen Verbbildungen nicht wegfällt. Bei allen anderen Verben fällt der Stamm ku- hingegen weg.

Zeitformen

In der Swahili-Grammatik gibt es bestimmte Zeitmarker, die zur Kennzeichnung von Zeitformen verwendet werden. Hier eine Übersicht:

  1. Präsens: Der Zeitmarker -na- zeigt an, dass eine Handlung in der Gegenwart stattfindet.
  • Ninakula (Ich esse).
  • Ni-na-kwenda: Ich (Person) – jetzt (Präsens) – gehen (Verbstamm)
  1. Präteritum: Der Zeitmarker -ku- wird verwendet, um eine Handlung auszudrücken, die in der Vergangenheit abgeschlossen wurde.
  • Nilikuwa: Ich aß.
  • U-lisimama: Du (Person) – haben (Präteritum) – gehen (Verbstamm)
  • Tu-li-kuwa ni-ki-piga: Wir (Person) – wurden (Präteritum) kontinuierlich – geschlagen (Verbstamm)
  1. Futur: Der Zeitmarker -ta- kennzeichnet Handlungen, die in der Zukunft stattfinden werden.
  • Nitakula (Ich werde essen).
  • A-ta-jaribu: Er (Person) – werden (Futur) – versuchen (Verbstamm)

Konditionale Sätze

  • -ki-: Wird für konditionale Sätze verwendet, um eine Bedingung oder Hypothese auszudrücken.
  • Beispiel: Nikiwa na pesa, nitakwenda. (Wenn ich Geld habe, werde ich gehen.)
  • -nge-: Wird ebenfalls für Konditionale verwendet, häufig um irreale oder hypothetische Bedingungen zu beschreiben.
  • Ningekuwa na pesa, ningeenda. – Wenn ich Geld gehabt hätte, wäre ich gegangen.
  • M-nge-kuwa – Ihr (Person) – würden (Konditional) – bekommen (Verbstamm)
  • Wa-ki-toka nyumbani lazima watuambie. – Sie (Person) – wenn (Konditional) – weggehen (Verbstamm) von zu Hause müssen sie uns das sagen.

Verlaufsformen der Vergangenheit und Zukunft

Im Swahili werden Verlaufsformen durch die Kombination von zwei Zeitmarkern gebildet:

Vergangenheit Verlaufsform: Wird durch die Kombination von -li- (für Vergangenheit) und -na- (für Präsens) gebildet.

  • Nilikuwa nikikula – Ich war gerade dabei zu essen.

Zukunft Verlaufsform: Wird durch die Kombination von -ta- (für Zukunft) und -na- (für Präsens) gebildet.

  • Nitakuwa nikikula – Ich werde gerade dabei sein zu essen.

Diese Zeitmarker und ihre Kombinationen ermöglichen es, verschiedene zeitliche und aspektuelle Nuancen im Swahili präzise auszudrücken.

Adjektive

Es gibt Adjektive, die das Klassenpräfix des Nomens erhalten und angepasst werden müssen. Diese veränderlichen Adjektive stellen den Großteil aller Adjektive dar. Jedoch gibt es auch unveränderliche Adjektive, die ungeachtet der Klasse, immer gleich bleiben.

  • Schön – zuri (veränderlich)
  • Du bist schön. – Wewe ni mzrui.
  • Sauber. – safi (unveränderlich)
  • Das Zimmer ist sauber. – Chumba ni safi.
  • Lang. – refu (veränderlich)
  • Das ist ein langes Bett. – Hiki ni kitanda kirefu.
  • Gut, exzellent. – Bora (unveränderlich)
  • Das ist ein exzellenter Job. – Hii ni kazi bora.
  • Gut, angenehm, schön. – jema (veränderlich)
  • Eine gute Reise! – Safari njema.

Die Anordnung der einzelnen Einheiten erfolgt der Logik Subjekt-Prädikat-Objekt. Dabei folgen Adjektive immer sofort nach dem Nomen. Die Satzstellung bei Fragesätzen ändert sich nicht.

 

Zeichen und Schrift

Ursprünglich wurden alle Schriftzeichen in Arabisch verwendet. Heute jedoch werden das römische Alphabet und arabische Zahlen verwendet.

Wie Sie in Kenia zählen

Die Zahlen eins bis fünf, sowie die Zahl acht werden – entsprechend den Adjektiven – durch das Klassenpräfix ergänzt. Alle anderen Zahlen müssen nicht angepasst werden.

  • Eins: Moja
  • Zwei: Mbili
  • Drei: Tatu
  • Vier: Nne
  • Fünf: Tano
  • Sechs: Sita
  • Sieben: Saba
  • Acht: Nane
  • Neun: Tisa
  • Zehn: Kumi

Zahlen von 11 bis 20 auf Swahili, wie sie in Kenia verwendet werden

Diese Zahlen werden durch die Kombination der Zahl “Kumi” (10) mit den Einheiten von 1 bis 9 gebildet.

  • Elf: Kumi na moja
  • Zwölf: Kumi na mbili
  • Dreizehn: Kumi na tatu
  • Vierzehn: Kumi na nne
  • Fünfzehn: Kumi na tano
  • Sechzehn: Kumi na sita
  • Siebzehn: Kumi na saba
  • Achtzehn: Kumi na nane
  • Neunzehn: Kumi na tisa
  • Zwanzig: Ishirini

 

Kleine Geschichte des Suaheli

Das Wort Swahili stammt aus dem Arabischen und bedeutet so viel wie „Küsten“. Damit bezeichneten die handelstreibenden Araber die Küstenbewohner Ostafrikas, als sie das erste Mal in jenes Gebiet vor dem 10. Jahrhundert segelten. Die Sprache ist ein Mix verschiedener Kulturen und Sprachen. Durch den sich ausbreitenden Handel an der ostafrikanischen Küste mit der arabischen Halbinsel und Asien, trafen Araber, Asiaten und Afrikaner aufeinander. Aus der Notwendigkeit eine gemeinsame Form der Kommunikation zu finden, mischte man arabische, persische Vokabeln und Hindu-Wörter mit Bantu-Wörtern und bediente sich der Bantusprache als Basis. Swahili ist also das Produkt einer multikulturellen Gesellschaft und einer frühen Globalisierung.

Eine Sprache mit tiefen Wurzeln in den alten Handelsstädten Ostafrikas

So soll bereits vor dem 10. Jahrhundert eine Vorform des in seiner heutigen Form bestehenden Swahili an der ostafrikanischen Küste gesprochen worden sein. Eine genaue Datierung hinsichtlich der Entstehung ist aber nichts weiter als Spekulation, ebenso wie die Lokalisierung. Zwar ist gesichert, dass sich die Sprache an den alten Handelsstädten der ostafrikanischen Küste – von Mombasa, heutiges Kenia bis nach Kilwa, heutiges Tansania – entwickelt hat. Doch unter Linguisten ist der Zeitpunkt der Entstehung umstritten: Schriftliche Zeugnisse der Sprache gibt es erst im 18. und 19. Jahrhundert. Doch hat die Verschriftlichung bis zum Anbeginn des Imperialismus und Kolonialismus auf dem afrikanischen Kontinent keine große Bedeutung. Sprachliches und gesellschaftliches Wissen wurde bis dahin meist mündlich übermittelt. Aufgrund der geschichtlichen Zeugnisse des frühen Handels schätzen Wissenschaftler, dass die Sprache bereits vor dem 10. Jahrhundert existierte.

Von Krapf zu Kiunguja: Die Entstehung des Standard-Swahili im 20. Jahrhundert

Die systematische Dokumentation der Sprache beginnt dann erst mit der Arbeit von Ludwig Krapf. 1844 brach der deutsche Missionar nach Mombasa – eine Küstenstadt in Kenia – auf. Dort arbeitete er Grammatik- und Wörterbücher des Swahili, neben seiner religiösen Tätigkeit, aus. Die britischen Kolonialherren legten um die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts fest, dass der Dialekt Kiunguja – einer der unzähligen Dialekte des Swahili – als Fundament für das Standard-Kiswahili dienen soll. Hintergrund war der Wunsch der Briten nach einer Standardisierung der Sprache, um so besser und effizienter kommunizieren zu können.

Ostafrikas Verkehrssprache mit 90 Millionen Menschen entlang der Küste

Heute gilt die Sprache als die Verkehrs- und Handelssprache Ostafrikas. Sie wird in fast allen ostafrikanischen Ländern verstanden und in den meisten auch gesprochen. Insgesamt erstreckt sich das Einflussgebiet des KiSwahili auf über 2000 Kilometer an der Küste. In Tansania, Kenia, Burundi, im Osten des Kongos, im Norden Mosambiks, dem Süden Somalias und auf den Komoren wird die Sprache aktiv gesprochen. In Tansania ist die Sprache sogar offizielle Amtssprache. Auch in Ruanda und Uganda können Sie sich mit Swahili verständigen, ebenso wie im Nordwesten Sambias. Insgesamt sprechen etwa 90 Millionen Menschen Swahili. Jedoch nur 5-10 Millionen sprechen die Sprache als ihre Muttersprache.

Swahili: Die am schnellsten wachsende Sprache mit vielfältigen Dialekten

Die afrikanische Sprache erfreut sich überaus großer Beliebtheit; KiSwahili ist die weltweit am häufigsten gelehrte Sprache und die am schnellsten expandierende Sprache. Es gibt etwa 21 Dialekte des KiSwahili. Einige der bekanntesten sind unter anderem Kimvita, der vor allem rund um Mombasa gesprochen wird; Kiamu, das auf der kenianischen Insel Lamu gesprochen wird; Kipemba, Kimakunduchi und Kijambiana alles Dialekte Sansibars und Ngwana, das vor allem in Lubumbashi, der Demokratischen Republik Kongo gesprochen wird. Mittlerweile gibt es auch Mischformen zwischen der ehemaligen Kolonialsprachen Englisch, Swahili und anderer ethnischer Sprachen. So ist beispielsweise Seng, dass vor allem in Nairobi gesprochen wird, ein Mix aus allen möglichen Sprachen. Sie wird als Stadt- und Jugendsprache betitelt.

Wo Sie Suaheli lernen können?

In Deutschland gibt es mehrere Möglichkeiten, Suaheli (Swahili) zu lernen.

Universitäten und Volkshochschulen

  • Humboldt-Universität zu Berlin: Bietet Kurse in Suaheli an, insbesondere im Institut für Asien- und Afrikawissenschaften.
  • Universität Leipzig: Hat ein Institut für Afrikastudien, das Suaheli-Kurse anbietet.
  • Universität Hamburg: Bietet Afrikanistik-Programme an, die auch Suaheli umfassen.
  • Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main: Verfügt über ein Institut für Afrikanistik und kann Kurse in Suaheli anbieten.
  • Viele Volkshochschulen in größeren Städten bieten Sprachkurse an, darunter auch Suaheli. Sie können die Website der lokalen Volkshochschule besuchen oder dort anrufen, um nach Kursen zu fragen.

Sprachschulen und Online-Kurse

Einige spezialisierte Sprachschulen bieten auch Suaheli an. Es lohnt sich, nach Sprachschulen in Ihrer Nähe zu suchen, die exotische oder weniger verbreitete Sprachen im Programm haben.

Online-Kurse

  • Duolingo: Bietet eine kostenlose Suaheli-Lernplattform an.
  • Udemy: Hat verschiedene Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene, oft zu günstigen Preisen.
  • Rosetta Stone: Bietet auch Suaheli an, allerdings ist dieser Service kostenpflichtig.
  • Preply: Eine Plattform, die Einzelunterricht mit Muttersprachlern anbietet.

Sprachpartnerschaften und Kulturvereine

  • Plattformen wie Tandem oder ConversationExchange ermöglichen es, Sprachpartner zu finden, mit denen Sie Suaheli üben können.
  • In größeren Städten gibt es oft afrikanische Kulturvereine oder -zentren, die auch Sprachkurse anbieten oder Sprach-Tandems organisieren.

Selbstlernmaterialien

  • Lehrbücher, Sprachführer und Audiokurse (z. B. “Teach Yourself Swahili” oder “Colloquial Swahili”) sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, die Sprache zu lernen.
  • Apps wie Memrise, Babbel oder HelloTalk bieten ebenfalls Kurse und Übungen für Suaheli an.